Das "Ave verum corpus"
Das herausragendste Ereignis in der langen Geschichte des Kirchenchores St. Stephan
ist wohl die Komposition von Wolfgang Amadeus Mozarts Motette "Ave verum corpus",
die er im Juni 1791 für seinen Freund Anton Stoll, Schullehrer und Regens Chori in
Baden bei Wien schrieb.
Mit den Kuraufenthalten von Constanze Mozart ergab sich eine enge Zusammenarbeit zwischen
Wolfgang Amadeus Mozart und dem Regens Chori bei St. Stephan. Mehrere Messen Mozarts wurden
in Baden aufgeführt, teilweise unter der Stabführung des Komponisten, teilweise
unter Leitung des Chorleiters. Überliefert ist besonders eine Aufführung der
Missa brevis in B-Dur, KV 275, am 10. Juli 1791. Mozart selbst hat die Messe dirigiert
und die dreizehnjährige Antonia Huber, die Schwägerin Anton Stolls und später unter
dem Namen Antonie Haradauer eine in ganz Mitteleuropa gefeierte Opernsängerin, das Sopransolo
gesungen. Am 17. Juni 1791 komponierte Mozart für Anton Stoll im Haus "Zum Blumenstock"
in Baden die Motette "Ave verum corpus", KV 618, als Dank dafür, daß Constanze
Mozart während ihrer Kuraufenthalte in Baden bei Stoll wohnen konnte bzw. ihr bei der
Quartiervermittlung behilflich war. Dieses Meisterwerk wurde in der Badener Stadtpfarrkirche vom
damaligen Kirchenchor uraufgeführt, woran eine 1911 über dem Choraufgang angebrachte
Marmortafel erinnert.
Ave verum corpus - Hörbeispiel
(mp3, 2,2 MB)
Kirchenchor und Orchester
der Pfarre St. Stephan
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