Prälat Musger verstorben
Unser langjähriger Stadtpfarrer, Ehrenkanonikus und Domkurat der Domkirche St. Stephan Prälat
DDr. Josef Musger ist am Mittwochabend, 2. August 2006, im 98. Lebensjahr verstorben.

Prälat Musger wurde am 9. Mai 1909 in Wien geboren, studierte an der päpstlichen
Universität Gregoriana in Rom und empfing am 28. Oktober 1934 dort die Priesterweihe.
Nach seiner Rückkehr nach Wien war er Kaplan in Neusimmering und St. Rochus im dritten Bezirk.
Während der Kriegsjahre 1941 bis 1945 leistete er Dienst als Sanitäter in der Wehrmacht,
danach erfolgte seine Ernennung zum Spiritual am Erzbischöflichen Priesterseminar. Sein Weg in den
Süden von Wien begann mit seinem Wirken als Provisor in Tribuswinkel.
33 Jahre Stadtpfarrer von Baden
Am 15. April 1955 erfolgte schließlich die Ernennung zum Pfarrer von Baden St. Stephan.
Statutengemäß übernahm er damit auch den Vorsitz im Kirchenmusikverein.
Zu seinen Verdiensten gehört sicherlich, dass er mit großer Umsicht die liturgischen
Reformen des II. Vatikanischen Konzils in unserer Pfarre unter Beibehaltung des sonn- und
feiertäglichen Hochamtes mit Chorgesang umsetzte. So blieb unserem Kirchenchor das Schicksal
vieler anderer Kirchenchöre erspart und konnte seine lange Tradition ungehindert
fortsetzen. Als Dank für sein vielfältiges Wirken wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen des
Landes Niederösterreich, der Titel "Ehrenprälat Seiner Heiligkeit" und das
Ehrenbürgerrecht der Stadt Baden verliehen.
Mit Wirksamkeit vom 31. Juli 1988 trat Prälat Musger in den Ruhestand als Stadtpfarrer von
Baden St. Stephan.
Seelsorger am Stephansdom
Doch auch im Ruhestand war Prälat Musger äußerst aktiv. Zurückgekehrt nach Wien,
übte er als Ehrendomherr und Domkurat mit großer Treue seinen Dienst als Seelsorger an der
Domkirche aus.
Die letzten Lebensjahre verbrachte Prälat Musger wieder in Baden im Marienheim, wo er am Abend
des 2. August 2006 nach einem langen und erfüllten Priesterleben verstarb.
Lieber Herr Pfarrer, vielen Dank für das viele Gute,
das Sie für St. Stephan und für den Kirchenchor getan haben.
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