Pfarre St. Stephan

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Kirchenchor St. Stephan

Unser Kirchenchor besucht das Mozartgrab


Am 31. Oktober 2004 besuchte unser Kirchenchor das Mozartgrab am Friedhof St. Marx.

Besuch am Kozartgrab

Schon bei der Busfahrt von Baden nach Wien wurden ausgewählte Briefstellen von und über W. A. Mozart, seiner Frau Konstanze, Anton Stoll (er war 1791 Regens Chori von Baden St. Stephan) und Fanz Xaver Süßmayer verlesen. Darunter auch der letzte Brief, den Mozart geschrieben hat - und zwar am 14. Oktober 1791 von Wien an seine Frau in Baden.

Dr. Norbert Pfafflmeyer führte dann fachkundig die Gruppe durch den Friedhof St. Marx, den ältesten Biedermeierfriedhof der Welt. So stand man an den Gräbern vieler bekannter Namen wie Therese Krones (+1830), Josef Strauß (+1830), des für Baden so wichtigen Architekten Josef Kornhäusel (+1830), von Alois Negrelli (+1858), Johann Georg Albrechtsberger (+1809), Basilio Calafati (+1878) und Anton Diabelli (+1858). Man war an der letzten Ruhestätte der ersten Pamina-Darstellerin Anna Gottlieb, des ersten Mozart-Biographen Franz X. Niemeczek sowie von Mozarts Totengräber Joseph Rothmeyer.

Am Grab Mozarts, bei dem sich auch zufällig ein Fernsehteam aus Wien befand, verlas Dr. Pfafflmeyer Mozarts letzten Brief an den Vater. Dann wurde das "Ave verum corpus" gesungen.

Der letzte Brief Mozarts an seinen Vater:

Da der Tod - genau zu nehmen -
der wahre Endzweck unseres Lebens ist,
so habe ich mich seit ein paar Jahren
mit diesem wahren, besten Freunde der Menschen so bekannt gemacht,
dass sein Bild nichts schreckendes mehr für mich hat,
sondern recht viel beruhigendes und tröstendes!

Und ich danke meinem Gott,
dass er mir das Glück gegönnt hat
mir die Gelegenheit zu verschaffen
- Sie verstehen mich -
ihn als den Schlüssel
zu unserer wahren Glückseeligkeit kennen zu lernen.

Ich lege mich nie zu Bette ohne zu bedenken,
dass ich vielleicht
- so jung als ich bin -
den andern Tag nicht mehr seyn werde
und es wird doch kein Mensch
von allen die mich kennen sagen können,
dass ich im Umgang mürrisch und traurig wäre.

Und für diese Glückseeligkeit
danke ich alle Tage meinem Schöpfer
und wünsche sie von Herzem
jedem meiner Mitmenschen.